Ausstellung: Flächensprache – Frottagen und Lithographien von Sabine Pinkepank

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„Bei dem ersten Besuch der Hinrichtungsstätte ist dieser Impuls dagewesen. […] Es ist eine Hommage an die Hingerichteten.“

Die Künstlerin Sabine Pinkepank besuchte die Gedenkstätte in der JVA erstmals 2016. Ihr Großvater, der Schriftsetzer Henry Pinkepank, war zwischen 1933 und 1935 als politischer Gefangener im Strafgefängnis Wolfenbüttel inhaftiert.

Beim Anblick des original erhaltenen Fußbodens des früheren Hinrichtungsraums mit seinen charakteristischen Fliesen entstand die Idee, den Eindruck des Raums festzuhalten, sie öffentlicher zugänglich zu machen mit der Abnahme von Frottagen von den Fußbodenfliesen (des Fliesenreliefs).

Sabine Pinkepank versteht ihr Kunstprojekt als eine Geste der Ehrerbietung gegenüber den in der NS-Zeit Inhaftierten und Hingerichteten.

Die ebenfalls ausgestellten Lithographien sind während längerer Arbeitsaufenthalte in der Pariser Lithographiewerkstatt Pons, in der Druckwerkstatt des Sprengelmuseums, Hannover und im eigenen Atelier im Stahlwerk in Peine entstanden.

 

Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten im Foyer des Bildungszentrums zu sehen.